Schweizer Weine und Anbaugebiete

In der Schweiz liegt das höchste Weinanbaugebiet Europas.

Die Rebflächen sind natürlich nicht so groß wie in anderen Anbaugebieten aber dafür gehören Sie sicher zu den schönsten Anbaugebieten der Welt. Einen großen Einfluss haben natürlich auch die Alpen sie prägen weite Teile der Schweiz und somit auch die Weinreben.

Bekannte Weinregionen in der Schweiz

Von der Rhone-Rheintal über die Seeufer erstrecken sich die goßen Rebberge an Terrassen und Steilhängen. Der Weinanbau in der Schweiz ist daher sehr vielfältig und kann unter Umständen auch recht gefährlich bei der Ernte beziehungsweise Weinlese sein. In sehr steilen Hängen muss mit Erosionen gerechnet werden.
Die höchsten Rebanlagen befinden sich in 1100m Höhe, die durchschnittlichen Anlagen liegen in 750m Höhe. Es werden in der Schweiz ca.200 Sorten auf 14.920ha angebaut. Natürlich ist die hohe Lage der Reben auch von Vorteil denn durch die hohe Sonnenscheindauer wird der Wein ausgezeichnet.
Die Sorten der Reben sind nahezu im Gleichgewicht mit einem kleinen Überschuss an roten Reben, die bekanntesten Reben sind Petite Arvine und Humagne Rouge.

Bekannte und beliebte Weine aus der Schweiz

Die beliebtesten Weinsorten sind Pinot NoirChasselasMerlot und Gamay. Tafeltrauben werden überwiegend im Süden angebaut im Kanton Tessin.

Weinanbau hat in der Schweiz eine lange Tradition

Die Schweiz blickt auf eine lange Tradition des Weinanbau die vermutlich von den Römern begründet wurde. Archäologische Funde belegen Anzeichen für noch ältere Wildreben und Wurzeln.
Der Weinbau in Burgund ab der Zeit der Mönche ist besser belegt, sie ließen sich ab dem 6. Jahrhundert in der heutigen Schweiz nieder und kelterten Wein. Der Weinanbau breitete sich dann durch die Mönche in den folgenden Jahrhunderten in der Schweiz aus.
Im 17. Jahrhundert erlebte der Schweizer Weinbau eine Krise, als zunehmend Weine aus anderen Regionen importiert wurde. Zudem wurden die Reben von Mehltau und Rebläusen vernichtet der Bestand verkleinerte sich auf 12.000 Hektar, aktuell sind es wieder 15.000 Hektar. Als dann im Jahr 1920 die Schweizer Winzer eine Weinwirtschaftskrise durchlitten, fingen sie an sich zusammenzuschliessen. Anfang der 1930-iger Jahre bildeten sich daraus Winzergenossenschaften.

Die meisten schweizer Winzer sind unabhängig und selbstständig

Jeder Winzer hatte aber dennoch seine eigene Vorrichtungen zum Keltern und Einkellern der Ernten. Die Kellereien weigerten sich den Wein der Genossenschaften zu vermarkten, daher gründeten die Winzer 1932 ihre eigene Verkauforganisation. Mit den Jahren fassten die Schweizer wieder Fuß auf dem Weinmarkt, und die Leidenschaft und Liebe mit der die Winzer an ihren Reben arbeiten ist von jeher geblieben.

Die meisten Winzerbetriebe sind Familienbetriebe in denen von klein auf mitgeholfen wird was bei den Winzern als selbstverständlich gilt. Die Tradition wird aufrecht erhalten und immer an das nächste Familien- Mitglied weitergegeben. So bleibt die Liebe und die Leidenschaft zum Weinbau damit auch weiterhin ein guter Wein entstehen kann.